Rollrasen richtig verlegen
Rollrasen fachgerecht verlegen: Bahn für Bahn zum Traumgrün
Am Liefertag verwandelt sich Ihre vorbereitete Erdfläche Schritt für Schritt in eine dichte, sattgrüne Oase. Mit der richtigen Verlegetechnik, präzisen Anschlüssen und dem sofortigen Bodenschluss schaffen Sie die besten Voraussetzungen für ein blitzschnelles Anwachsen.
1. Letzter Vorab-Check: Untergrund leicht anfeuchten
Prüfen Sie kurz vor dem ersten Ausrollen die Bodenfeuchtigkeit:
- Erdfeuchtes Verlegebett: Der Boden sollte nicht staubtrocken, aber auch nicht schlammig sein.
- Leicht überbrausen: Ist die Oberfläche durch Sonne oder Wind ausgetrocknet, benetzen Sie die Fläche kurz mit einer feinen Gartenbrause. Die jungen Wurzeln spüren die Feuchtigkeit sofort und treiben rasch in den Untergrund aus.
2. Das richtige Verlegemuster: Lückenlos auf Stoß im Halbverband
- Startpunkt wählen: Beginnen Sie an einer geraden Kante (z. B. Terrasse, Mauer oder gepflasterter Weg) und arbeiten Sie sich Bahn für Bahn über die Fläche vor.
- Versetzter Halbverband (Mauerwerksverband): Verlegen Sie die Bahnen wie Ziegelsteine versetzt zueinander. Die Quernähte der einzelnen Bahnen sollten um mindestens 30 cm versetzt liegen.
- Kreuzfugen und Überlappungen vermeiden: Legen Sie die Sodenkanten dicht aneinander („auf Stoß“), ohne dass Lücken klaffen oder sich die Kanten übereinanderschieben. So wächst die Fläche homogen zusammen, und spätere Fugen bleiben unsichtbar.
3. Schonen Sie den Boden: Bretter als Lauf- und Fahrstraßen
- Keine Trittspuren: Betreten Sie das vorbereitete, feinkrümelige Erdreich nach Möglichkeit nicht mehr mit bloßen Schuhen.
- Maurerdielen nutzen: Legen Sie breite Holzbretter oder Maurerdielen auf die bereits verlegten Rasenbahnen. Dadurch verteilen Sie Ihr Körpergewicht sowie die Last der Schubkarre gleichmäßig und verhindern Dellen oder Fahrrillen im frischen Untergrund.
4. Zuschneiden & Rundungen anpassen
- Sauberer Zuschnitt: Kanten, Rundungen, Baumscheiben oder Kurven lassen sich mühelos mit einem scharfen Werkzeug anpassen – ideal sind ein stabiles Verlegemesser, ein altes Brotmesser mit Wellenschliff oder ein geschärfter Spaten.
- Verschnitt clever nutzen: Größere Schnittreste können Sie an anderer Stelle (z. B. in Ecken) einsetzen. Vermeiden Sie jedoch winzige „Flickstücke“, da diese sehr schnell austrocknen.
5. Anwalzen: Den unverzichtbaren Bodenschluss herstellen
- Hohlräume beseitigen: Walzen Sie die gesamte Fläche nach dem Verlegen mit einer Gartenwalze quer und längs gleichmäßig ab.
- Warum walzen? Das Walzen presst die Rasensoden vollflächig an das Erdreich an und beseitigt Lufteinschlüsse. Nur bei direktem Erdkontakt können die Wurzeln sofort Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen.
6. Startdüngung: Oscorna Rasaflor auf die Fläche ausbringen
Sobald der Rasen vollständig verlegt und angewalzt ist, erhält er seine erste Nährstoffportion:
- Rasaflor gleichmäßig ausbringen: Streuen Sie den organischen Oscorna Rasaflor Rasendünger (ca. 0,1 kg bzw. 100 g pro m²) mit dem Streuwagen gleichmäßig auf die frisch verlegte Rasenfläche.
- Vollkommen unbedenklich: Die rein natürlichen Inhaltsstoffe verbrennen die frischen Halme nicht und liefern den Gräsern über Wochen hinweg schonende, kraftvolle Energie für die Wurzelbildung.
Geschafft: Wo am Morgen noch blanke Erde lag, liegt nun ein perfekter Rasenteppich. Jetzt fehlt nur noch der wichtigste Schritt: die durchdringende Bewässerung!
Weitere Tipps für einen schönen Rasen
Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe einer Rasenfläche angeritzt. Hierbei soll Mulch und Moos entfernt werden, damit der Rasenboden besser belüftet wird. Dieses sollte frühestens nach einem Jahr geschehen.
Auch bei späteren Schnitten muss immer auf scharfe Messer am Rasenmäher geachtet werden. Stumpfe Messer „rupfen“ an den Grashalmen und fördern Pilzbefall an den Gräsern.
Stellen Sie den Rasenmäher nie unter vier Zentimeter Schnitthöhe ein. Im Sommer sollten es sogar besser fünf bis sechs Zentimeter Schnitthöhe sein. So erhalten Sie eine schönere Grünoptik am Rasen, reduzieren die Bewässerungsnotwendigkeit und unterdrücken Unkraut und Moos, das sich zwischen den Grashalmen bilden kann.
Je häufiger Sie Ihren Rasen mähen, desto mehr fördern Sie dichtes Wachstum. Daher auch bei künftigen Schnitten darauf achten, dass die Halme nicht mehr als ein Drittel ihrer Gesamtlänge verlieren.
Der Rasen sollte 3x im Jahr gedüngt werden. So kann Ihr Rasen gesund und kräftig bleiben. Außerdem können sich die Grashalme so auch dauerhaft gegen immer wiederkehrendes Unkraut und Moos wehren.
Ihr Rasen ist diversen Stressfaktoren ausgesetzt. Wasser- oder Lichtmangel, hohe Belastung oder auch Staunässe können zu Mängeln führen. Optimalerweise lassen sich diese im Frühjahr ausbessern. Vor den Wintermonaten zu mähen und den Rasen noch einmal kräftig zu düngen, kann solchen Mangelerscheinungen teilweise vorbeugen. Sollten trotzdem Mangelerscheinungen auftreten, können Sie diese dann entweder mit Rasensamen oder kleinen Rollrasenstücken ausbessern.










